Unter der Lupe: Royber

"Man kann das Rad ja doch noch neu erfinden" sagte Tony zu mir, als wir das Paket von Royber vor ein paar Tagen öffneten. 

Kurz vorher hatte uns Danny vom Royberteam über Instagram eine kurze Nachricht geschickt und gefragt, ob wir nicht das "Royber Schroyber" System zu testen - natürlich waren wir sofort begeistert und haben uns sehr über dieses Testpaket gefreut!

Aber erstmal möchte ich Euch "Royber" vorstellen: 

Was ist Royber?

Royber ist ein Unternehmen, dass sich auf die Fabrikation von hochwertigen Gummiködern und Köpfen (siehe RoyberJig) insbesondere zum Hochseeangeln, auf zum Beispiel Heilbutt und Dorsch, spezialisiert hat. 

Seit kurzem hat Royber das "Royber Schroyber" System auf den Markt gebracht und nicht nur den "Salzwasserangler", sondern auch den "Süßwasserangler" bedacht. Die Köder von Royber sind hier in Deutschland selbst hergestellt! 

 

Tony und ich haben leider keine Erfahrung mit der Meeresangelei, trotzdem geben wir uns Mühe, Euch das ganze Sortiment vorzustellen ;-D

Wer steckt hinter Royber?

Hinter "Royber" steckt Roy Polinski. 

Polinski arbeitete damals bei der Angelfirma HAKUMA und arbeitete dort am Pilkerprogramm. 
Damals war er auch unter dem Namen "Piketime" als Jerkbaitbauer unterwegs & verkaufte verschiedene selbstentwickelte Köder auf der eigenen Seite mit Webshop: koederbau.de. 

Aus seinen 12 Jahren Erfahrungen im Bleiködergeschäft bei HAKUMA und ersten Experimenten mit Weichplastik entstand der erste "RäuberJig".

Hier erklärt sich auch der Name "Royber": "Roy"- für den Vornamen des Gründers und und "Royber" klingt nach "Räuber"-  also Raubfisch. 

ein nettes Wortspiel, welches Roy Polinski auf seiner Webseite erklärt. 

In regelmäßigen Abständen, so wie Roy Polinski erläutert, überprüft und überarbeitet er seine Produkte, bis hin zum ganzen Sortiment um immer beste Qualität liefern zu können. 

(Wer Interesse hat, sich die ganze Royber Historie durchzulesen, kann das auf der Webseite unter https://www.royber.de/historie/ tun)

Was gehört zum Royber-Sortiment?

Wie oben beschrieben, richtet sich das Sortiment von "Royber" vor allem an den Meeresangler, der in den nördlichen Gewässern auf Dorsch, Heilbutt usw. fischt. 

Der erste Köder, den "Royber" auf den Markt brachte, ist der "RoyberJig". Mittlerweile bietet "Royber" noch den Skrei Jig, den Bodden, den Royber Seeaale, die Köhlerkugel, den Meeresforellenblinker, Pilker, Gummi Jerks und das Schroyber-System. Außerdem gibt es noch Zubehör im Shop zu erwerben. 

 

Mit Klick auf das jeweilige Artikelbild, gelangt ihr zur Webseite!

Der RoyberJig

 

Dieser Köder besteht aus einem Kopf und einem Weichplastikköder. Dabei sind Köder und der passende Kopf untereinander austauschbar. Den Kopf und den Körper kann man einfach, ohne Beschädigungen, wechseln. In den Ködern wurde ein Magnet verarbeitet, der es möglich macht den Drilligshaken auf perfekter Höhe ein -und auszuklinken. 

Wie auf dem Bild zusehen, gibt es vier verschiedene Ködervarianten, mit zahlreichen verschiedenen Auswahlmöglichkeiten in Hinsicht von Farbe und Kopfgewicht. 


Die Köhlerkugel

 

Die Köderkugel ist ein Naturködersystem zum vorrangigen Beködern mit ganzen Köhlen. Zielfische sind große Dorsche & Heilbutt sowie Lengfische. 

Die "Köhlerkugel" gibt es im Set mit Rig und einzeln zu kaufen.


Pilker 

 

Auch diese Köder sind den Ködern der Firma HAKUMA nach empfunden und mit hochwertigen Haken ausgestattet. 


Der Skrei Jig

 

Dieser Köder ist Weichplastikkörper und dem passenden Jigkopf mit Einzelhaken erhältlich. Es ist ein mittelgroßer Köder, mit etwas nach vorn gerichteter Schaufel, welchem ihm eine aggressivere Aktion verleihen soll. 


Lodden

 

diese ist als "universelle" Meeresjigserie bezeichnet und bietet Auswahl in vielen Farben, Längen und Kopfgewichten.


Der Royber Seeaale 

 

Der Royber Seeaale ist ein sehr schlanker Köder, der dadurch leichter auf Tiefe zu halten sei und leicht zu überbeißen wäre, was Fehlbisse vermeiden soll. 


 Gummi Jerks

 

Das sind Weichplastikköder mit Innenskelett und eher als Glieder, aber auch zum Jerken benutzbar. 


Meerforellenblinker

 

Die Blinker haben das Blinkerprogramm von HAKUMA als Vorbild. 

Das Material der Blinker ist bleifreien zäh, so dass ein Durchbrechen selbst bei filigranen Modellen unmöglich sei. 



Das Royber-Schroyber- System

Bei den Ködern im "Royber Schroyber" System werden unterschieden in Köder für die Angelei im Salzwasser und Köder für die Angelei im Süßwasser.  Die Gummimischung ist bei den Salzwasserködern nämlich fester und die Gummimischung bei den Süßwasserködern weicher. 

Der Jigkopf besitzt eine Bohrung und in den Köder ist ein Gewinde integriert.

Durch eine Schraube können nun Jigkopf und Köder zusammengeschraubt werden. Dazu gibt es ein Tool mit Bit, gegossenem Handstück und Wirbel zum Anbringen an zum Beispiel einer Angeltasche. 

Durch das Schraub-System, soll das Abrutschen des Köders vom Haken, wie beim "normalen" Angeln mit Jigkopf und Gummifisch, verhindern. 

Der Haken wird auch nicht mehr durch den Körper gespießt, sonder liegt in einer Vertiefung auf dem Köderrücken auf. 

Das soll dem Gummifisch eine extreme Flexibilität geben, wenn der Köder, z.B.: vom Zander im Maul gefaltet wird.


Unser Fazit

Leider können wir noch keine Fangbilder vorzeigen! Das wird aber nachgeholt, sollten wir mit den Ködern etwas fangen! ;-)
Dafür haben wir uns die Köder ganz genau angeschaut:

 

Der erste Eindruck

 

Die Gummimischung ist nicht sehr weich, wie man es zum Beispiel von Keitech gewohnt ist (dann würde wahrscheinlich das ganze Schraubsystem auch gar nicht möglich sein). Trotzdem sind die Köder flexibel. Wir haben die Schwänze seeeeehr lang gezogen- das halten die Köder auch gut aus!

Die Designs sind simpel, aber ansprechend. Man erkennt, dass die Köder "handgemacht" sind. 

 

Die Montage

 

Die Montage ist erstaunlich simpel. Man legt den Jigkopf an den Köder und den Haken dementsprechend in die Rückenvertiefung. Dann muss man nur noch die Schraube in das vorgebohrte Loch im Jigkopf stecken und mit dem Köder verschrauben. Das kann man gut mit der Hand machen, aber auch mit dem "Schroyber-Schrauber". Fertig!

Nach der Montage haben wir mehrmals kräftig am Gummifisch gezogen um zu testen, wie sicher das System hält- alles super! 

Wäre der Haken im Gummifisch montiert, hätte ich ihn ganz leicht herunterziehen können, dass ist ja nicht möglich- da das Ganze gar nichts mehr mit dem Haken zu tun hat. 

 

Der Jigkopf

 

Die Jigköpfe sind, soweit ich das richtig gelesen habe, alle mit VMC Haken ausgestattet. Dabei gibt es wohl unterschiedliche Beschichtungen für die Süß - oder Salzwasserangelei.

Die Jigköpfe sind eine Eigenkreation und kommen mit passender Schraube. 

 

Der Preis

 

Beispiel am kleinsten Köder (8cm Universalshad):

Die Köder gibt es im 3er Pack für 4,80€ (1 Stück= 1,60€)

Dann gibt es noch zur Auswahl das "Einer pro Farbe"- Set mit 18 Stk. für 22,90€ (1 Stück= etwa 1,28€)

Angezeigt werden mit dazu die passenden Köpfe 2/0 im Set mit 3 Stück ab 4,50€ (1 Stück = 1,50€) Die passenden Schrauben liegen bei.

Möchte ich nun noch den Schrauber dazu erwerben kostet das 2,90€

 

-> Das wären insgesamt 12,20€ für 3 Köder, 3 Köpfe mit Schrauben + den Schrauber (den muss ich ja nur einmal kaufen ;-D)

 

 

Das Resümee

 

Das Royber Schroyber System ist etwas komplett Neues und beim Lesen der Webseite merkt man, wie stolz Roy Polinski auf alle seine Köder und Erfindungen ist und wie viel Liebe in seiner Arbeit steckt.

Die Köder sind gerade für experimentierfreudige Angler, die gern neue Dinge testen, gut geeignet. Der Preis ist für den Aufwand für Produktion usw. ebenfalls vollkommen okay! 

 

Für Tony und mich, die oft in der Berliner Stadt vom Ufer aus unterwegs sind, sind die Köder für Berliner Verhältnisse unser Meinung nach teilweise zu groß (das ist aber Geschmacksache und es gibt ja auch Fische die auf solche großen Köder stehen). 

Für das Angeln (zum Beispiel in Brandenburg) finden wir die Köder sehr gut geeignet und werden sie auf jeden Fall weiterhin testen! 

 

Was wir ein bisschen schade finden: 

Teilweise guckt das integrierte Gewinde raus, wobei wir uns fragen, ob das die Lebensdauer des Gummifisches beeinträchtigt (vllt ausreißt o.ä.) oder total irrelevant ist? 


*mit Klick auf's Bild kommt ihr auf die "Royber" Webseite!



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