Ein Wochenende Streetfishing in der Hauptstadt

von Alex aus Frankfurt am Main

In diesem Beitrag möchte ich euch von einem wunderbaren Angelwochenende in der Hauptstadt berichten und euch auch 2 gute Spots verraten. 

  

Aber zunächst kurz zu mir, mein Name ist Alex, ich bin 29 Jahre alt, wohne in Frankfurt am Main und angele seit ich 10 Jahre alt bin. Leider habe ich mein Hobby in den Jahren bis 2017 ziemlich vernachlässigt, bin dann aber wieder voll eingestiegen: zunächst mit dem klassischen Grundangeln und nun entdecke ich auch das Spinnfischen und insbesondere das Ultraleichtangeln für mich. 

Wie alles Begann

Nina und Tony habe ich kennengelernt, als ich einen Besuch in Berlin geplant und im Netz nach anderen Angelbegeisterten gesucht habe. Ich hab die beiden einfach angeschrieben und sofort eine Einladung zum gemeinsamen Fischen bekommen - was mich total gefreut hat, da es in Frankfurt leider keine besonders offene Community außerhalb der Vereine gibt.

Also Gesagt, Getan:

 

am Freitag trafen Tony und ich uns Mittags im Raubfisch-Hotspot in Weissensee um uns die passenden Köder für den Tag zu besorgen, es sollte mit der Ultraleichtausrüstung auf Barsch gefischt werden. Mir wurde relativ schnell klar, dass ich mit meiner Jenzi Tycoon Spin 2,40 mit 15-50 gr Wurfgewicht „zu fett“ bin, also kleines Geld in die Hand genommen und eine wunderbar leichte Kombi gekauft (meine Kombo beschreibt Tony auch in seinem Ultraleicht Beitrag). Dann haben wir noch ein bisschen mit dem Inhaber Sven gefachsimpelt und einige Artikel auf unsere persönlichen Wunschlisten geschrieben ;) 

 

Es kann losgehen

 

Bevor es ans Wasser ging haben wir Nina eingesammelt und uns dann die Tageskarten für die Spree, den Großen und Kleinen Müggelsee und die Dahme im „Knicklicht“ Shop gekauft, auch ein netter Laden der ein ausgewähltes, qualitativ hochwertiges Sortiment für Raub- und Friedfischangler bietet. 

 

Dann ging es endlich ans Wasser! 

 

 

Gestartet haben wir in Köpenick am Schloss - da ist auch schon der erste Spot den ich euch ans Herz legen kann: Links vom Schloss ist ein kleiner Hafen wo man auch Solarboote mieten kann, dort an der Kaimauer haben viele gierige Spreepunks gelauert.

Bei leicht bewölkten 21 Grad haben Nina und Tony schonmal vorgelegt und einige der Punks verhaftet. 

 

SPot #1

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Die Bedeutung vom Streetfishing

 

Als wir in Köpenick weiterzogen wurde mir zum ersten mal bewusst was Streetfishing eigentlich bedeutet, denn am Wasser war ein Kiezfest und wir konnten bei Livemusik fischen - die Barsche hat das allerdings nicht abgeschreckt, ich blieb aber weiter fischlos.

Am nächsten Spot drückte mir Tony seine Rute mit Dropshotmontage in die Hand und erklärte mir die unbekannte Technik - prompt konnte ich meinen ersten Stachelritter landen! So sollte es dann an verschiedenen Spots weitergehen, dabei konnte ich von Ninas und Tonys Tipps zur Köderführung total profitieren und habe immer mehr kleine und „Standardbarsche“ aus dem Wasser ziehen können. 

 

 

Als der Abend näher rückte stieß spontan noch Benny dazu, der timetofishberlin auf Instagram folgt und gesehen hatte das wir in seinen Heimatgewässern unterwegs sind. Nachdem Benny direkt mit einem 31er Barsch die Tagesbestmarke setzte, war er so nett uns in sein Auto zu laden und uns seinen Lieblingsspot am Großen Müggelsee zu zeigen, den wir ebenfalls mit unserer Tageskarte befischen durften. 

 

Sonnenuntergang am Großen Müggelsee

 

Während des Sonnenunterganges konnten wir bei toller Kulisse noch einige Fische fangen und Tony sogar eine sportliche Brasse mit der Dropshotmontage überlisten. Ich glaube alle waren froh, dass ich Feuchttücher dabei hatte, denn wer den Schleim der Viecher kennt…… 

 

Neue Freunde

Benny zeigte uns zurück in Köpenick noch einen sehr versteckten tollen Spot an dem er auch prompt 2 Barsche landen konnte, dann mussten wir uns leider verabschieden denn die Dunkelheit nahte. Es war ein genialer Tag und mein persönliches Hobbyhighlight meines Lebens: nicht wegen der vielen Fische sondern wegen der Gemeinschaft, der tollen Stimmung und der Erkenntnis, dass man durch soziale Medien (denen ich sonst eher kritisch gegenüberstehe) nicht nur neue Hobbypartner - sondern neue Freunde finden kann.

Sightseeing mal anders

 

Damit war das Wochenende für mich noch nicht zuende. Nachdem ich am Samstag unfreiwillig auf Grund von familiären Verpflichtungen dem Wasser fern bleiben musste, wollte ich am Sonntag unbedingt wieder raus zum streetfishen. Mich hat das total fasziniert, die leichte Ausrüstung, die Flexibilität, die Strecken die man zurücklegt und die tollen Kulissen und auch Geräusche. Zwar ist „meine Stadtstrecke“ in Frankfurt auch eine echte streetfishing strecke, Berlin ist aber wirklich noch interessanter, da es am Wasser viel lebendiger ist, zB an vielen Spots Musik läuft und es nicht nur einen Fluss sondern unzählige Möglichkeiten gibt. 

 

Bedeutet aber leider auch: es gibt unzählige verschiedene Tageskarten, quasi für jede Pfütze eine. 

 

Ich entschied mich ins absolut touristische Herz der Stadt vorzudringen und an der Spree zwischen Berliner Dom und Bundestag zu fischen. Die benötigte Karte ist die der Spree & Havel und kostet 12€ ohne Nachtangelerlaubnis; gefischt werden darf nur vom Ufer aus.

 

 

Als Deutschland gegen Mexico angestoßen wurde stand ich bereits am Wasser. Zwar blieb ich am ersten Spot fischlos, dafür konnte ich am nächsten unmittelbar nacheinander 2 Barsche landen, wovon letzterer (schnell gemessen) ca. 28 cm aufwies und somit - da bin ich mir ziemlich sicher - mein persönlicher Barschrekord ist :)

 

Spot #2

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Mein persönlicher Favorit in der „Innenstadt“ - das hat mir auch der Kapitän eines Ausflugsschiffes bestätigt, der von einigen tollen Fängen dort berichten konnte. Zum Abschluss dieses Angeltages lief ich ein Kaimauer von ca 500 Metern Länge entlang und konnte beim „Spazier-Schleppen“ noch einen kleinen Spreepunk landen. Auch eine schöne Sache, ohne jede Anstrengung im Gehen zu fischen :). 

 

Übrigens: alle Fische fing ich an diesem Tag auf 10 Gramm SpinMads, als am fängigsten erwies sich der Barschdekor.

 

Ein Paradies für Angler

Fazit nach einem „Wochenende“: Berlin ist ein Traum für Angler, super Gewässer, tolle Shops - quasi für jede Fischart einen Spezialisten aber am wichtigsten: es gibt eine tolle Community die einen - wie Nina, Tony und Benny oder auch Sven von Raubfisch-Hotspot - mit offenen Armen empfängt und die einen nur als Freund wieder gehen lassen.

 

Danke für alles - chabosfishing069 aka Alex :) 




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