Köder schmeißen: der 1.Mai in Berlin

Teil 2: Endlich Angeln

Nun folgt der 2. Teil unseres Berichts über den 1. Mai, dem Start in die Raubfischsaison in Berlin.

Wer von Euch noch nicht Teil 1 kennt, der kann ihn jetzt oder im Anschluss lesen.

Dazu einfach auf den Button klicken ;-D

 

Am 01.05.2018 mussten wir jedoch noch bis circa 11 Uhr warten, dass wir endlich auf das Wasser konnten. Es fand im Nachbarangelverein am Heiligensee das jährliche Raubfischangeln statt. 

 

Während gegen Mittag die ersten Boote der Angler langsam in den Verein zurückkamen, fingen wir schon damit am, unser Boot und die Ruten vorzubereiten.

Tony und ich waren schon ganz aufgeregt, endlich wieder den Räubern nachstellen zu können.

Als wir dann rausfuhren merkten wir den Wind, wie im Wetterbericht angesagt, der gegen das Boot drückte. 

 

Wir beide hatten uns natürlich vorher schon Gedanken gemacht, welche Spots wir zu erst anfahren und mit welchen Ködern wir dort angeln wollen. Wir hatten natürlich fast alle unsere Angelsachen mitgenommen, denn man weiß ja nie, ob man seine Strategie ändern muss. 

 

Die nächsten zweieinhalb Stunden ging überhaupt nichts! Wir haben alles probiert und die Köder immer und immer wieder ausgeworfen. Natürlich wird man beim Angeln nicht immer sofort mit Fisch belohnt und muss sich ihn teilweise sehr hart erkämpfen. Das mussten wir später auch wieder am eigenen Leib feststellen.

 

Als wir uns dann an die Schilfkante wagten, auf die der Wind sehr heftig drückte, hatten wir arge Probleme dem Wind stand zu halten. 

 

Ich hatte wirklich Glück, denn nach dem ersten Wurf konnte ich „Fisch!“ schreien und einen kleinen Hecht in meinen Händen halten.

 

Dann war es auch schon passiert! Wir wurden immer weiter ins Schilf getrieben und schafften es nicht mehr uns dem Wind entgegen zu stemmen. Wir waren praktisch im Schilf gefangen und versuchten uns mit aller Kraft aus dem Schilf zu befreien. 

Dabei brach dann das eine Ruder und wir steckten immer noch im Schilf fest. 

Als wir uns nach Biegen und Brechen endlich befreien konnten und mithilfe des Elektromotors wieder mit sicherem Abstand zum Ufer zum nächsten Spot fuhren, machte Tony mich darauf aufmerksam, dass er sich bei unser Befreiungsaktion an der Hand verletzt hatte.

 

Er blutete an seinem Mittelfinger, an welchem er sich am Schilf einen Schnitt zugezogen hatte. 

Nachdem wir eine kurze Pause am Ufer machten um uns ein wenig auszuruhen, konnte ich gleich Tonys Finger verarzten.

Wir machten noch ein paar Würfe vom Ufer und fuhren dann in Richtung Verein zurück. 

 

Auf dem Weg fischten wir noch weiter an den Schilfkanten, aber ohne Fischkontakt. 

 

Wir entschieden uns dafür, noch nicht zurück in den Angelverein zurückzufahren, sondern links von dem Nachbarangelverein im Flachwasser ein paar Würfe zu machen. 

 

Tony hatte wohl die derzeitige beste Stelle des ganzen Sees gefunden. 

 

Er war zum Ende hin schon ziemlich verzweifelt. So sagte er zu mir: „Lass’ mich doch mal an der Stelle angeln“! Also warf ich an die Stelle, an der Tony vorher geangelt hatte und „schwupps“, hatte ich diesen kleinen Hecht am Band, der sich meinen Lieblingswobbler, den SPRO Ikiru Jerk SP 95, geschnappt hatte. 

 

5 Minuten später hatte ich einen erneuten Biss auf den selben Köder. Diesmal hing ein besserer Fisch am anderen Ende meiner Schnur. Ich war ganz aus dem Häuschen, als sich dieser schöne Hecht an der Wasseroberfläche zeigte. Ich dachte mir: „der muss doch größer sein, als alle anderen Hechte, dich ich zuvor gefangen habe“! Und damit lag ich richtig, denn der starke Bursche hatte satte 76cm und war somit mein neuer „personal best“. 

 

Kaum 5 Minuten später wurde Tony mit einem kleinen, aber schönen Hecht an diesem Tag belohnt.

Und so gingen wir am 1.Mai nicht als Schneider vom Wasser. 

 

Trotz des Wettbewerbs am Morgen, dem starken Wind, dem Ruderbruch und Tonys Schnittverletzung, konnten wir schöne Fische in den Händen und in die Kamera halten.




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